Verkehrspsychologische Untersuchungen und Nachschulungskurse.


Die Nachschulung für verkehrsauffällige Kraftfahrer

Meistens haben Probeführerscheinbesitzer bei bestimmten Verkehrsverstößen eine Nachschulung zu absolvieren. Gründe hierfür können sein:

  • Alkoholisierung von mehr als 0,1 Promille (siehe Alkohol-Nachschulung)
  • Unfall mit einhergehender Pflichtverletzung (z.B. Erste-Hilfe Leistung)
  • Gefährliche Überholmanöver, z.B. bei Überholverbot
  • Fahren gegen die Einbahn
  • Vorrangsverletzungen: Nichteinhaltung der Wartepflicht gegenüber anderen Fahrzeugen mit Vorrang
  • Nichtbeachtung des Signals "Halt" eines Verkehrspostens
  • Zu rasches Wegfahren bei einer rot/gelb leuchtenden Ampel
  • Nicht Anhalten bei einer roten Ampel
  • Verstoß gegen Autobahnverbote: Fahren gegen die Richtungsfahrbahn, Umkehren, Befahren von Betriebsumkehren, Befahren des Pannenstreifens, Halten, Parken, Rückwärtsfahren
  • Geschwindigkeitsüberschreitung: im Ortsgebiet mehr als 20 km/h, außerorts mehr als 40 km/h
  • Fahrlässige Tötung oder Körperverletzung

Außerhalb der Probezeit sind die Gründe für die Anordnung einer Nachschulung durch die zuständige Führerscheinbehörde:

  • Alkoholisierung von mehr als 1,2 Promille (siehe Alkohol-Nachschulung)
  • Die Voraussetzungen für die Erteilung der Lenkberechtigung (Verkehrszuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung, fachliche Eignung) sind nicht mehr gegeben

Es ist keine Prüfung notwendig um eine Kursbestätigung zu erhalten. Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit garantieren den Kurserfolg.

Ziele der Nachschulung
  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Fahrverhalten, speziell die Einstellung zu anderen Verkehrsteilnehmern
  • Förderung des Risikobewusstseins und der Entwicklung einer realistischen Selbsteinschätzung; Verbesserung der Gefahrenerkennung
  • Auf Risikofaktoren im Straßenverkehr wird eingegangen.
  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Fehlverhalten. Erarbeitung tragfähiger Strategien, um erneute Vergehen in der Zukunft vermeiden zu können.
 
Der Ablauf der Nachschulung
  • 4 Kurssitzungen in der Gruppe, in Ausnahmefällen auch als Einzelsitzungen möglich
  • Dauer mindestens 22 Tage
  • Jede Kurssitzung dauert ca. 3 Stunden
  • Fahrprobe, Anrechnung in Höhe von 3 Einheiten, zwischen der 1. und 3. Kurssitzung.
  • Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluß ist die regelmäßige Anwesenheit und Mitarbeit. Es gibt keine Prüfung.
  • Kosten sind gesetzlich geregelt - ab EUR 495,-.

Was ist die verkehrspsychologische Untersuchung?
In einigen Fällen ordnet die Behörde auch eine Verkehrspsychologische Untersuchung an. Genaueres hierzu finden Sie unter diesem Link.

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